Wann bin ich ein echtes Fotomodel ?

und warum sollte ich vorsichtig mit dieser bezeichung sein ? meine freundin hatte ein fotoshooting und hat mich mit genommen. der fotograf hat spontan entschieden mich auch fotografieren zu wollen. bin ich jetzt ein fotomodel ? kann ich geld dafür verlangen ?

warum sollte ich mit der bezeichnung fotomodel vorsichtig sein und wie werden anfänger bezeichnet ?

Ich selbst habe mir sehr lange Zeit gelassen damit, bis ich mich selbst als Fotomodel bezeichnet habe. Ich war die ersten 3 Jahre aus eigner Überzeugung ein Newcomer ( So werden Models bezeichnet die noch ganz am Anfang ihrer Laufbahn stehen ) .

Denn eines muss dir bewusst sein. Wenn du dich als Fotomodel verkaufst , haben die Fotografen auch Hohe Erwartungen an dich und das mit Recht. Ich habe mich also erst so spät selbst als Fotomodel bezeichnet, weil ich mir erstmal genug Erfahrungen aneignen wollte.

Eine 3 jährige Ausbildung als Fotomodel in dem Sinne gibt es leider noch nicht. Daher lernst du gerade erst bei den Shootings mit der Zeit dich richtig zu bewegen. Erst mit der Zeit lernst du dich und deinem Körper besser kennen und weisst wie du ihn in jeder Lage und Situation PERFEKT in Szene setzt.

Das lernst du nicht alles auf einem Mal nur bei einem einzigen Shooting.

ICH HATTE 1 FOTOSHOOTING. MEIN ERSTES UND BIN TOTAL STOLZ. BIN ICH JETZT EIN MODEL ?

Ich möchte dir in erster Linie natürlich zu deinem aller ersten Fotoshooting  gratulieren.

Dann hast du die erste Hürde bereits geschafft, denn ein Fotograf ist bereits auf dich Aufmerksam geworden. Jedoch muss ich dich leider enttäuschen in dem Glauben das du jetzt ein Fotomodel bist. Du hast die erste Hürde zwar geschafft, aber um ein Fotomodel zu sein gehört SEHR VIEL MEHR DAZU . Hübsch sein allein reicht einfach nicht, du musst auch eine Gewisse Leistung am Fotoset erbringen und absolut zuverlässig sein und dich von anderen abheben.

 

Wie du dich von anderen abheben kannst, was dich besonders auszeichnet und worin deine Stärken liegen findest du erst mit einer gewissen Zeit bzw Anzahl an Shootings herraus.

Natürlich lässt sich das nicht an Hand einer Zahl fest machen. Ich sage jetzt nicht mit 100 Shootings bist du in dem Bereich wo du dich als Fotomodel bezeichnen kannst. Denn Menschen lernen unterschiedlich schnell. Es hängt auch davon ab mit was für Fotografen du zusammen arbeitest, denn gute Fotografen sagen nicht nur : "Oh Wow bist du hübsch." Sondern zeigen dir deine Fehler auf, damit auch du dazu lernen kannst. 

Hinzu kommt, dass es auch davon abhängig ist wie du dich in deiner Freizeit beschäftigst. Ich sehe mir bis heute noch Mode Zeitschriften an nicht um jeden Trend zu kennen, sondern um in Sachen Posing und Ausdruck von Model Kolleginnen dazu zu lernen.

 

Denn auch als Fotomodel lernst du nie aus und erlebst immer wieder neues. Unterschiedliche Shootings, Unterschiedliche Erfahrungen ... und manche Erfahrungen die ein jedes Model machen muss um daran zu wachsen damit das Model später Erfolgreich werden kann.


Mir wurde ab dem Moment bewusst, dass mich auch mein berufliches Umfeld als Fotomodel anerkennt , als ich über Monate mit Pay Shootings ( Ich wurde als Fotomodel bezahlt ) völlig ausgebucht war

Ich kam kaum noch den Anfragen hinterher .

 

Bedeutet NICHT ICH habe nach einem Shooting gefragt, sondern ICH WURDE nach einem Shooting gefragt und genau darin liegt der kleine aber doch grosse Unterschied.

 

Also mach nicht den Fehler wie viele Anfänger !

Verlange nicht zu früh von Fotografen Geld für deine Leistungen als Fotomodel. Denn Fotomodel ist ein Titel der Vergeben wird und den verdient man sich erst mit der Zeit und den Erfahrungen die du bei den Shootings und Fotografen sowie Agenturen machst.

Du wirst es also selbst merken, wann du als Fotomodel ernst genommen wirst. Denn dann kommen die Anfragen von ganz allein.

Absolut Niemand wird über Nacht ein Fotomodel !


Erfolgreich zu sein bedeutet im Modelbusiness schon, wenn man genügend Geld verdient, um über die Runden zu kommen. (Die meisten Models, auch die ‚erfolgreich‘ arbeiten und in den Hochglanz Magazinen zu sehen sind, leben auf Pump von den Agenturen. Coco Rocha hat vor kurzem in einem Interview erzählt, dass sie mehrere Tausend Dollar Schulden bei ihrer Agentur hatte – obwohl sie schon für alle Bekannten Designer gearbeitet hatte.)


Welche Möglichkeiten hat man im Model-Business?

Vom klassischen Fotoshooting für Magazine über Werbung, Parfum-Kampagnen oder bis zu High-Fashion-Labels ist alles möglich. Aber auch für Kataloge, Online-Shops oder Kampagnen für C&A, H&M und andere werden Models gesucht. Welche Jobs man bekommt, hängt vom eigenen Talent, dem Aussehen und der Agentur ab. Übrigens gibt es auch zum Beispiel Hand- oder Fußmodels, die eben nicht die idealen Körpermaße haben, dafür aber andere Attribute.

Wie viel kann man als Model verdienen?

Laufsteg- oder Shootings sind weniger gut bezahlt, als manch einer denkt: Viele Designer und Auftraggeber bezahlen nur 50 oder 100 Euro für einen Job. Es gibt aber auch Tagesgagen von bis zu 3.000 Euro für Models. Etwa 10-15 Prozent der Gage gehen in der Regel an die Agentur.

 


Oft wird gesagt: Als Model musst du früh anfangen . Mit 25 Jahre zu beginnen ist bereits zu spät. Suche dir auf jeden Fall Alternativen, denn mit 40 Jahren bucht dich keiner mehr. . . .

Ich persönlich finde, dass ist totaler Quatsch.

Ich selbst habe erst mit 23 Jahren angefangen, durfte mir auch genau die selben Sprüche anhören. Aber mich hat das erst recht motiviert am Ball zu bleiben. Ihr denkt ich schaffe das nicht ? Ich zeige euch wie sehr ihr euch irrt. Und Heute ? Heute fragen mich Agenturen, Fotografen und Scouts an, die zu Beginn meiner Laufbahn nicht mit mir arbeiten wollten oder erst gar nicht auf meine Bewerbung reagiert haben.  Heute durch meine Entwicklung die ich durch gemacht habe, bin ich auch für sie interessant geworden. 

Aber das kommt nicht von irgendwo her. Ich habe noch härter dafür gearbeitet und gekämpft als viele andere Mädchen die jünger waren. Aber ICH habe ABGELIEFERT ! Meinen Job als Model zur absoluten Zufriedenheit erledigt. Das war auch oft der Grund warum ich ein zweites, drittes mal oder noch öfter gebucht wurde. Auch das kann dich interessant machen. 

GLAUBE AN DICH, BEREITE DICH GUT VOR, LIEFER IM RICHTIGEN MOMENT GUT AB UND DU WIRST ERFOLG HABEN. Auch wenn es etwas länger dauert, du hast es dir hart erarbeitet und das ist sehr viel mehr wert auch für dich selbst. 

ältestes fotomodel aus polen

Also das mit 40 Jahren Schluss ist, muss nicht sein. Überall wo du Poster von Werbungen für Rentenversicherungen, Anti Falten Cremen, Jobvermittlung , Brillen Anbieter, Pflegeversicherungen, Altersheim, Fashion, Kataloge.... findest du reife Frauen und Männer. Natürlich können nur wenige von dem Beruf leben und machen das Modeln zum Hobby am Wochenende nebenbei. Natürlich ist es in jeden Fall wichtig ein zweites Standbein zu haben. Auch ich arbeite nicht nur als Fotomodel, ich arbeite auch in der Gastronomie , fotografiere, bin Mode Designer und Bildbearbeiter. Im Sommer kannst du wirklich gutes Geld verdienen, jedoch im Winter und Herbst herrschen oft Durststrecken und da allein ist es schon gut, wenn du etwas hast worauf du zurück greifen kannst wenn es finanziell eng werden sollte.  


Die Arbeit als Model – Gewerbe

 

Arbeitet ein Model selbstständig, so ist im Regelfall eine Anmeldung der Tätigkeit als Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt/Ordnungsamt der Gemeinde notwendig.
Das gilt sowohl für eine nebengewerbliche Tätigkeit, wie auch für den Hauptberuf.
Ein Gewerbe ist immer dann anzumelden ist, wenn die selbständige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht (soll mehr bringen, als es kostet), auf Dauer ausgeübt werden soll.
Sobald also eine Sedcard irgendwo eingerichtet ist, die die Tätigkeit als Model gegen Geld zeigt, so ist im Zweifel auf Dauerhaftigkeit zu schließen, da hier eine ständige Erwerbsquelle mit der Sedcard beschrieben wird.
Das ist aber nicht weiter tragisch und kostet nur zwischen 20 und 50 EUR je nach Region (einmalig).

 

Es sollte immer die Anmeldung als „Fotomodell“ erfolgen, da der Begriff „Model“ auch von einer anderen gewerblichen Zweig in Anspruch genommen wird.

 

Künstler(in)?

 

Fast nicht mehr – aber Ausnahmen sind denkbar – ist auch eine Tätigkeit als reine „Künstlerin“ für Models denkbar. Das wäre eine freiberufliche Tätigkeit – kein Gewerbe. Da die Anforderungen zum Nachweis der rein künstlerischen Tätigkeit sehr hoch sind, werden diese kaum erfüllt werden können. Sobald das Model z.B. im Modebereich/Fashion (Werbung) oder auch als Promoter unterwegs ist, ist es schon damit vorbei. Der klassische Modelberuf ist immer gewerblich. Der Bundesfinanzhof hat schon 1967 festgestellt (BFH, 08.06.1967 – IV 62/65), daß selbst Fotomodelle, die nur von Fall zu Fall und vorübergehend zu Werbeaufnahmen für die Bekleidungsindustrie herangezogen werden, gewerblich tätig sind. Ein Fotomodell hat „nicht in genügendem Maße, wie etwa eine Schauspielerin, die Möglichkeit der Entfaltung und Übermittlung ihrer Fähigkeiten“. (so der BFH) Auch das FG Hamburg hat dies 1991 weiter so gesehen (Az. V 298/88).

 

Steuern

 

Eine Steuernummer braucht es natürlich auch und die Einnahmen sind zu versteuern (auch bei Nebengewerbe/gelegentlicher Tätigkeit). Sind die Umsätze aber im Rahmen der Kleinunternehmerregelung (weniger als 17.500 EUR/Jahr), so kann vorher die Inanspruchnahme der Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht beantragt werden. Mit der Kleinunternehmerregelung wird auf Rechnungen dann keine Umsatzsteuer ausgewiesen, sie kann aber auch nicht als Vorsteuer bei den eigenen Einkäufen/Ausgaben abgezogen werden.

 

Eine Umsatzsteueridentifikationsnummer kann bei europaweiter Tätigkeit hilfreich sein.

 

Im Rahmen der Steuererklärung ist dann auch eine Einnahme-Überschuß-Rechnung für die selbstständige Tätigkeit abzugeben. Daher sind natürlich auch alle geschäftlichen Einnahmen- und Ausgabenbelege aufzubewahren und ggf. auch buchhalterisch zu erfassen.

 

Versicherungen

 

Bei der selbstständigen Tätigkeit muß sich ein Model selbst kranken- und rentenversichern. Es empfiehlt sich ggf. auch eine Berufshaftpflichtversicherung (falls im Rahmen der Tätigkeit etwas „kaputtgemacht“ wird, zahlt die private Haftpflicht – die jeder haben sollte – in der Regel nichts!).

 

Quelle: http://www.fotorecht-bildrecht.de/arbeit-als-model-gewerbe/